Vierschanzentournee: Geschichte, Rekorde und die größten Sieger

Die Vierschanzentournee, auch bekannt als TCS, ist eine der prestigeträchtigsten Serien im Skispringen. Sie findet jährlich in Deutschland und Österreich statt und zieht die besten Skispringer der Welt sowie Hunderttausende Fans an – sowohl auf den Tribünen als auch vor den Bildschirmen.

Der Name Vierschanzentournee spiegelt das Wesen des Wettbewerbs perfekt wider: Jeder Wettbewerb findet auf einer der vier berühmten Schanzen statt, und die Gesamtpunktzahl entscheidet über den Turniersieg.

Geschichte der Vierschanzentournee

Die erste Auflage der Vierschanzentournee fand in der Saison 1952/1953 statt, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Idee entstand in Deutschland und Österreich, um das Skispringen in der Region wiederzubeleben und internationale Aufmerksamkeit zu gewinnen. Seitdem findet das Turnier jährlich, meist zur Weihnachts- und Neujahrszeit, statt.

Ursprünglich umfasste der Wettbewerb drei Schanzen, bald kam jedoch die vierte hinzu, wodurch die heutige Struktur entstand. Die ersten Turniere waren bescheiden, doch sie gewannen schnell an Popularität. Über die Jahrzehnte wurde das Format weiterentwickelt – Punktesysteme wurden angepasst, Sicherheitsregeln ergänzt und die Anlagen modernisiert.

Heute ist die Vierschanzentournee ein zentraler Bestandteil des Skisprung-Weltcups, und ein Sieg gilt als Traum eines jeden Skispringers, Pokal oft entscheidend für den Status einer Legende.

Länder und Schanzen der Vierschanzentournee

Die Vierschanzentournee findet in Deutschland und Österreich statt. Jede Schanze hat ihre eigene Geschichte und Charakteristik:

Oberstdorf (Deutschland)

Die Schattenbergschanze (HS 137 m) ist die Eröffnungsschanz der Tournee, idyllisch im Alpenvorland gelegen. Der Schanzenrekord liegt bei 143,5 m (Sigurd Pettersen, 2003). Ihr sanftes Profil erlaubt weite Sprünge, allerdings kann der Wind wechselhaft sein.

Garmisch-Partenkirchen (Deutschland)

Die Große Olympiaschanze (HS 142 m) ist bekannt für das Neujahrsspringen, das seit dem 1. Januar 1953 ununterbrochen stattfindet. Die Schanze wurde 1934 erbaut und vor den Olympischen Spielen 1936 modernisiert. Sie ist anspruchsvoller bei Seitenwind, mit schwierigem Absprung und steilem Auslauf. Rekord: 145 m (Michael Hayböck, 2025). Hier testet der Druck der Zuschauer die Nerven der Springer.

Innsbruck (Österreich)

Die Bergisel-Schanze (HS 128 m) liegt auf einem Hügel über der Stadt, ein alpenländisches Highlight und zugleich Herausforderung. Das Wetter ist hier besonders wechselhaft – starker Wind macht jeden Sprung zur Lotterie. Rekord: 141 m (Martin Schmitt, 2001).

Bischofshofen (Österreich)

Die Paul-Außerleitner-Schanze (HS 140 m) ist die Finalschanze der Vierschanzentournee. Die Anlage von 1946 wurde 2011 modernisiert und ist bekannt für emotionale Momente, wie den Sieg von Kamil Stoch 2018. Rekord: 146 m (Stefan Kraft, 2015).

Die größten Sieger der Vierschanzentournee

Die TCS hat ihre Helden – Springer, die Talent, harte Arbeit und mentale Stärke kombinierten, um den prestigeträchtigen Titel zu gewinnen. Zu den legendären Namen zählen:

  • Janne Ahonen (Finnland) – Rekordhalter mit fünf Siegen (1998/99, 2002/03, 2004/05, 2005/06, 2007/08)
  • Jens Weißflog (Deutschland) – vierfacher Sieger, einer der vielseitigsten Springer der 80er und 90er Jahre
  • Ryoyu Kobayashi (Japan) – Sieger in den Saisons 2018/19, 2021/22 und 2023/24, behielt in allen vier Wettkämpfen Top-Form
  • Bjørn Wirkola (Norwegen) – dreifacher Sieger (1967/68, 1968/69, 1969/70), „König der Vierschanzentournee“
  • Helmut Recknagel (DDR) – Legende der 50er und 60er, erster deutscher TCS-Sieger
  • Kamil Stoch (Polen) – dreifacher Sieger (2016/17, 2017/18, 2020/21) und einer der erfolgreichsten polnischen Springer

Jeder Sieg bei der Vierschanzentournee bringt besondere Auszeichnungen: den Goldenen Adler Trophäe sowie ein Preisgeld von 100.000 Schweizer Franken, ein Symbol für die Leistung und Anerkennung unter den besten Springern.

Der Wettbewerb wird unter den Regeln des Internationalen Skiverbandes (FIS) ausgetragen, die einheitliche Standards und Sicherheit gewährleisten.

Rekorde und Kuriositäten

Die Vierschanzentournee bietet zahlreiche Rekorde:

  • Längster Sprung: 145 m von Michael Hayböck am 1. Januar 2025 in Garmisch-Partenkirchen
  • Höchste Punktzahl: Ryoyu Kobayashi, 1360,5 Punkte in 2019/20
  • Jüngster Sieger: Toni Nieminen, 16 Jahre, Saison 1991/92
  • Erster Springer über 1000 Punkte in einer Auflage: Adam Małysz, 1045,9 Punkte, 2000/01
  • Erster Springer, der alle vier Wettkämpfe gewann: Sven Hannawald, 2001/02

Vierschanzentournee in den Medien

Die TCS zieht jährlich enorme mediale Aufmerksamkeit auf sich. Live-Übertragungen, Expertenanalysen und Interviews machen den Wettbewerb zu einem global verfolgten Ereignis. Die Springen sind nicht nur im TV, sondern auch auf zahlreichen Streaming-Plattformen verfügbar. Social Media liefert aktuelle Updates, Videos und Expertenkommentare in Echtzeit.

Vierschanzentournee 2025/2026 – Zeitplan

Die kommende Auflage findet traditionell zwischen Weihnachten und Neujahr statt:

  • Oberstdorf: 29. Dezember 2025, 16:30 Uhr
  • Garmisch-Partenkirchen: 1. Januar 2026, 14:00 Uhr
  • Innsbruck: 4. Januar 2026, 13:30 Uhr
  • Bischofshofen: 6. Januar 2026, 16:30 Uhr, Finale

Jeder Wettbewerb verspricht Spannung, und Fans können die Vierschanzentournee live verfolgen, während die besten Springer um den Goldenen Adler kämpfen.

Fazit

Die Vierschanzentournee ist mehr als ein Sportereignis – sie verkörpert Tradition, Leidenschaft und die Jagd nach Unsterblichkeit. Seit dem Debüt 1953 hat sich die TCS weiterentwickelt, Rekorde aufgestellt und Legenden geschaffen, die Skispringer und Nachwuchsathleten inspirieren. Jeder Sprung kann über Sieg oder Niederlage entscheiden, was den besonderen Reiz des Turniers ausmacht.

FAQ — Häufig gestellte Fragen

1. Was ist die Vierschanzentournee?
Die TCS ist eine prestigeträchtige Skisprungserie, die jährlich in Deutschland und Österreich auf vier berühmten Schanzen ausgetragen wird.

2. In welchen Städten findet die Vierschanzentournee statt?
Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen (Deutschland), Innsbruck und Bischofshofen (Österreich)

3. Wer kann an der TCS teilnehmen?
Die besten Skispringer der Welt, meist Mitglieder der Nationalmannschaften und Top-Weltcup-Springer.

4. Wer hält den Rekord für die meisten Siege bei der TCS?
Janne Ahonen (Finnland) mit fünf Siegen.

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