Curling: Spielregeln, Punktewertung und interessante Fakten zu den „Schachzügen auf dem Eis“

Curling ist ein Sport, der auf den ersten Blick einfach erscheinen mag, in Wirklichkeit jedoch Konzentration, Präzision und hervorragende Teamarbeit erfordert. Kein Wunder, dass er oft als „Schach auf dem Eis“ bezeichnet wird. Dieser besondere Sport Curling gewinnt auch in Deutschland immer mehr an Popularität – sowohl in der professionellen als auch in der Freizeitversion.

Obwohl Curling seinen Ursprung in Schottland hat (die ersten Erwähnungen stammen aus dem 16. Jahrhundert), ist es heute fast weltweit verbreitet – von Kanada bis nach Asien. Immer mehr Menschen erkennen, dass Curling ein Sport für jeden ist – er erfordert keine übermenschliche Kraft, dafür aber enorme Konzentration und Teamwork. In diesem Artikel erklären wir, worum es beim Curling geht, welche Regeln gelten, wie die Punktewertung aussieht und wie sich die klassische Variante vom bayerischen Curling unterscheidet.

Curling – worum geht es in diesem Sport?

Curling ist vor allem ein Strategiespiel. Es handelt sich um ein Mannschaftsspiel auf einer Eisbahn von etwa 45 Metern Länge und 5 Metern Breite. Ziel ist es, möglichst viele eigene Steine so nah wie möglich an die Mitte des Hauses – einem runden Ziel mit einem Radius von 1,83 Metern – zu platzieren.

Jedes Team besteht aus vier Spielern: dem Lead, dem Second, dem Third (Vice-Skip) und dem Skip (Kapitän). Ein Spiel besteht üblicherweise aus 8 oder 10 Ends (Runden), und in jedem End führt jedes Team 8 Steine aus (zwei pro Spieler).

Wichtige Elemente im Curling:

  • Steine – Granitscheiben mit einem Gewicht von 17–20 kg und einem Griff,
  • Haus – Ziel mit vier Ringen (blau, weiß, rot und kleiner weißer Mittelpunkt, der „Button“ genannt wird) am Ende der Bahn,
  • Bürsten – Spieler bürsten das Eis vor dem Stein kräftig, wodurch die Oberfläche leicht auftaut, die Reibung verringert wird und Geschwindigkeit sowie Flugbahn beeinflusst werden.

Kurz gesagt: Curling dreht sich um Strategie. Es reicht nicht aus, den Stein nahe an das Zentrum zu platzieren – man muss den Gegner blockieren, seine Steine entfernen und die eigenen schützen. Teams müssen ihre Züge planen, die Aktionen des Gegners vorhersehen und auf die sich ständig ändernde Situation auf dem Eis reagieren.

Curling-Regeln – die wichtigsten Spielregeln

Die Regeln im Curling erscheinen auf den ersten Blick relativ einfach, doch ihre vollständige Beherrschung erfordert Übung. Wie bereits erwähnt, besteht ein Spiel aus mehreren Runden, sogenannten Ends (in der Regel 8 oder 10). In jedem End führen beide Teams jeweils acht Steine aus – jeder Spieler zwei.

Zu den wichtigsten Regeln gehören:

  • Der Stein muss vor der Abwurf-Linie losgelassen werden,
  • Das Team, das das vorherige End gewonnen hat, wirft im nächsten End zuerst,
  • Das Bürsten darf nicht erfolgen, nachdem der Stein die Ziellinie überschritten hat,
  • Zu Beginn des Ends gilt die sogenannte „Free Guard Zone“.

Ablauf eines Ends

  1. Teams legen vor jedem End die Strategie fest,
  2. Spieler werfen abwechselnd die Steine,
  3. Zwei Spieler des werfenden Teams bürsten das Eis vor dem Stein, um dessen Flugbahn und Geschwindigkeit zu beeinflussen,
  4. Der Skip steht hinter dem Haus und gibt Anweisungen, wo der Stein platziert werden soll und wie intensiv gebürstet werden muss,
  5. Nach dem Abwurf aller 16 Steine erfolgt die Punktewertung.

Die Rolle des Skips im Curling

Der Skip ist der Schlüsselspieler im Curlingteam, verantwortlich für Strategie, Kommunikation und Entscheidungsfindung. Er zeigt das Ziel des Wurfs an, bewertet die Situation auf dem Eis und dirigiert die bürstenden Spieler.

Wurf-Reihenfolge

Die Wurf-Reihenfolge wird vor jedem End festgelegt. Der Skip kann sie ändern, um sich an die jeweilige Situation auf dem Eis anzupassen. Diese Regeln sorgen für ein faires und taktisches Spiel. Curling ist nicht nur Kraft, sondern vor allem Präzision und Planung.

Punktewertung im Curling

Die Punktewertung im Curling ist überraschend intuitiv.

Nach Abschluss eines Ends erhält nur ein Team Punkte – dasjenige, dessen Stein dem Zentrum des Hauses am nächsten liegt. Das Team erhält so viele Punkte, wie eigene Steine näher am Zentrum liegen als der nächstgelegene gegnerische Stein.

Nur die Steine innerhalb des Hauses werden gezählt. Das Team, dessen Stein dem Button (Mittelpunkt) am nächsten liegt, erhält Punkte. Für jeden eigenen Stein, der näher am Button liegt als der nächste gegnerische, gibt es einen Punkt.
Curlingsteine ​​auf der Eisbahn – Granit-Curlingsteine ​​mit roten und gelben Griffen auf der Heimseite.

Beispiel:

  • Team A hat Steine auf den Positionen 10 cm, 30 cm und 50 cm vom Button.
  • Team B hat den nächstgelegenen Stein 40 cm vom Button entfernt.
  • Team A erhält 2 Punkte (die Steine auf 10 cm und 30 cm liegen näher am Button als der gegnerische Stein auf 40 cm; der Stein auf 50 cm zählt nicht).

Wenn kein Stein im Haus liegt, endet das End ohne Punkte (sogenanntes „Blank End“). Gewonnen hat das Team mit der höheren Punktzahl nach allen Ends. Bei Gleichstand wird ein zusätzliches End gespielt.

Ausrüstung für Curling – was wird benötigt?

Obwohl Curling minimalistisch wirkt, erfordert es spezielle Ausrüstung:

  • Curlingsteine – aus Granit (die besten stammen von der Insel Ailsa Craig in Schottland),
  • Bürsten – zur Kontrolle der Flugbahn,
  • Schuhe – ein Schlittschuh, ein Gummischuh,
  • Eisbahn – 45 x 5 m mit der richtigen Eisstruktur.

Im professionellen Spiel zählt jedes Detail – sogar die Art der Bürste kann das Ergebnis beeinflussen.

Bayerisches Curling – was ist Eisstockschießen?

Eine interessante Variante dieser Disziplin ist das bayerische Curling, bekannt als Eisstockschießen oder Ice Stock. Auf den ersten Blick ähnelt es dem klassischen Curling, unterscheidet sich jedoch in Regeln und Ausrüstung. Ursprünglich war es ein Freizeitspiel der Alpenbewohner und entwickelte sich mit der Zeit zu einem populären Sport.

Hier werden sogenannte „Eisstöcke“ verwendet – Scheiben mit speziellem Griff. Ziel ist es, diese so nah wie möglich an ein definiertes Ziel auf Eis oder Asphalt zu platzieren. Bayerisches Curling ist vor allem in Deutschland, Österreich und den Alpenländern beliebt und wird häufig freizeitlich gespielt.

Curling als Turniersport 🥌

Curling ist nicht nur Freizeitspaß, sondern seit 1924 auch eine offizielle olympische Disziplin. Seit 1998 gehört es zu den Olympischen Winterspielen, bei denen Kanada, Schweden und Schottland die größten Erfolge erzielen. Es werden Welt- und Europameisterschaften sowie zahlreiche Amateurturniere und Wettkämpfe auf unterschiedlichen Niveau-Stufen veranstaltet. Dank der einfachen Spielregeln ist dieser Sport sowohl auf professioneller als auch auf Freizeit-Ebene geeignet.

Teilnahme an Curlingturnieren bedeutet große Emotionen und Einsatz. Jedes Event verdient eine passende Organisation und Auszeichnungen für die Gewinner. Spezielle Sportmedaillen unterstreichen die Bedeutung des Turniers und motivieren die Teilnehmer.

Personalisierte Trophäen mit Turniername, Datum und Teamlogo sind ein besonderes Andenken und betonen die Bedeutung der Veranstaltung. Sie ehren die Leistungen der Spieler und ermutigen zur weiteren Teilnahme.

Warum sollte man Curling ausprobieren?

Curling vereint Präzision, Strategie und Teamgeist. Wer die Regeln, die Punktewertung und die Grundlagen kennt, kann selbst auf dem Eis aktiv werden. Curling erfordert keine große Kraft, dafür Konzentration, Kommunikation und Zusammenarbeit – perfekt sowohl für den sportlichen Wettkampf als auch für Freizeitspaß. Egal ob klassisches Curling oder die weniger bekannte Variante Eisstockschießen – eines ist sicher: Dieser Sport fesselt schnell und vermittelt große Freude an jeder gelungenen Taktik.

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